Weststadt – mein Stadtteil – ein LipDub-Projekt

     

Sanierungsgebiet Weststadt. Was soll hier passieren? Hier wird viel geplant und einiges verändert. Wie sehen Jugendliche diese Veränderung? Wie bewerten sie die Geschehnisse? Sind ihre Sichtweisen in der Planung ausreichend berücksichtigt worden? Identifizieren sie sich mit diesem – in Veränderung begriffenen Stadtteil?

 

Die Spannungen der unterschiedlichen Gruppen in der Weststadt tragen dazu bei, dass dieser Stadtteil nicht gerade einen guten Ruf hat. Eine gemeinschaftliche Aktion, an der alle BewohnerInnen teilnehmen können, die aber unter der Regie von Jugendlichen stattfindet, soll den Zusammenhalt stärken, den Blick über den eigenen „Tellerrand“ ermöglichen  und die Identifikation mit dem Stadtteil fördern.

 

Geplante Inhalte und Aktivitäten: 

Die Jugendlichen haben ihren ganz spezifischen Blick auf ihren Stadtteil. Für die einen sind Bolzplätze von Bedeutung, für die anderen Jugendräume.  Die einen müssen in Hinterhöfen spielen, die anderen sich an Bushaltestellen treffen. Sie sollen die Orte im Stadtteil aufzeigen, die sie erwähnenswert finden, die ihren Stadtteil ausmachen – im Positiven, wie im Negativen.  Einen Film daraus zu machen liegt nah. Aber ein LipDub-Video ist da etwas ganz Besonderes, etwas was Aufsehen erregt. Was zeichnet ein LipDub-Projekt aus? „Ein Lipdub (auch LipDub oder Lip dub) ist eine spezielle Form eines Musikvideos. Der Begriff bedeutet sinngemäß Lippen-Synchronisierung. Charakteristisch für ein Lipdub sind zwei Dinge. Zum einen bewegen Darsteller ihre Lippen passend zum Text des Musikstücks, so als würden sie den Text selbst singen  – daher auch der Name. Zum anderen handelt es sich bei einem Lipdub um eine Plansequenz, also ein Video, das in einem einzigen Durchlauf ohne einen Schnitt aufgenommen wird.“ (Quelle wikipedia)

 

Zur Erstellung eines LipDub-Videos sind also ganz unterschiedliche Fähigkeiten angesprochen: Filmische Umsetzung, musikalische Umsetzung, Koordination eines ganzen Projektes. Konkret heißt das: die Jugendlichen sollen sich ihren Stadtteil „erlaufen“.  Sie sollen die Orte auswählen, die in dem Film vorkommen sollen. Das kann der Bolzplatz sein, die Schule, die Dönerbude, die Bäckerei etc. Sie sollen ein Lied komponieren, den Text schreiben und das Lied dann in einem Studio aufnehmen. Sie sollen andere BewohnerInnen des Stadtteils zur Teilnahme am Dreh motivieren. Sie müssen den Dreh koordinieren. Am Ende haben sie nicht nur sich kennengelernt, sondern auch einen intensiven Blick auf ihren Stadtteil geworfen. Sie werden persönliche Erfolgserlebnisse haben; sie werden sich öffentlich präsentieren müssen; sie werden durch ein kollektives und konstruktives Zusammenwirken ein Produkt erstellen, das sie nicht nur im Stadtteil zu „Helden“ macht, sondern z.B. über you-tube auch in die Welt geschickt werden kann.

 

Das LipDub-Vidio soll in mehreren öffentlichen und halböffentlichen Veranstaltungen präsentiert werden. Z.B. beim Open-Air-Kino im Freibad und beim Weststadtfest am 20.9.2014