Hip Hop mit jugendlichen Flüchtlingen

 

 

Musik als Verständigungsmedium

 

Am 25. und 26.4., am 2. und 3.5. sowie am 14.6.2015 haben sich Menschen verschiedenster Herkunft in der musa Göttingen getroffen und gemeinsam musiziert. Ziel des Projektes war es, den Teilnehmern bei der Verarbeitung von Ereignissen zu helfen und interkulturelle Musik entstehen zu lassen. Neben einem erarbeitetem Song, in dem vor allem Liebe, Heimat und Familie zum Thema gemacht wurden, hat die Gruppe einen Song aufgenommen und ein Musikvideo gedreht. Zum Ausklang der Projekttage wurde gemeinsam getanzt und gesungen. 

 

Teilgenommen haben Menschen aus Eritrea, Syrien, Gambia, Somalia und Afghanistan. Trotz der sprachlichen Barrieren wurde eine gemeinsame Sprache gefunden: Die Musik. Schnell stellte sich heraus, dass besonders das rhythmische Verständnis bei den Teilnehmern sehr unterschiedlich war. Einige der Jungen konnten ihren Sprachrhythmus nicht so leicht auf einen europäischen Rhythmus übertragen. Mit ein wenig Hilfe und einem ordentlichen Stück Arbeit wurde am Ende jedoch ein gemeinsamer Song geschrieben in dem die Teilnehmer in ihrer Muttersprache über ihre Heimat, ihre zurückgelassene Familie und Liebe singen. Dieser Song wurde schließlich zum Ende des Projektes in einem Tonstudio aufgenommen. Das gesamte Projekt über hat ein Kamerateam die Jungen begleitet und gefilmt, so dass am Ende zu dem aufgenommenen Song auch ein Musikvideo entstand. Am Ende eines Projekttages konnten die Teilnehmer der Gruppe Musik aus ihrer Heimat zeigen. Neben fröhlichem Singen entstanden auch kleine traditionelle Tänze, in denen Menschen aus Syrien, Gambia oder Somalia unter anderem zu eritreischer Musik tanzten. Neben den Teilnehmern des Projektes wurden aber auch Dozenten, Dolmetscher und Betreuer in die Runde geholt und zum ausgelassenen Tanz ermutigt. Durch diese Situationen entstand sehr früh eine Gruppendynamik, die keine Nationalitäten kannte.

 

Abschließend kann festgehalten werden, dass die Teilnehmer in den Stunden, in denen sie Musik gemacht haben, den Alltag ausschalten konnten und sich voll und ganz dem Musizieren hingeben konnten. Am Ende waren sich die Mitarbeiter des Rockbüros Göttingen, des Kulturzentrums musa und der Jugendhilfe Südniedersachsen einig: Dieses Projekt muss wiederholt werden!

 

Kooperationspartner:

Out-O-Space Rockbüro Göttingen e.V., Jugendhilfe Südniedersachsen

 

Das Projekt in Zahlen:

Teilnehmer/innen: 12

Projektpersonal: 1 Dozentin, 1 Projektleitung, 2 Filmer, 1 Dolmetscher

Laufzeit: April – Juni 2015

Projektkosten: 2.500 €