Die Weststadtrevue (2001/2002)

50 Bewohner/innen der Weststadt präsentieren ihren Stadtteil in einem Tanz-Theater-Film-Musik-Projekt auf der Bühne

 

Sie waren noch nie in der Weststadt? Sie wissen nicht, was Sie verpasst haben.

Zwei Erstsemester-Studentinnen sind mit ihrer chaotischen Tante in Göttingen unterwegs, um eine Wohnung im Ostviertel anzumieten, verirren sich aber in die Weststadt. Als wäre dies nicht genug, werden die drei auch noch komplett ausgeraubt.

Nun beginnt ihre Odyssee durch einen Stadtteil, der chaotisch, schwierig, aber auch liebenswert ist.

Breakdance, Bauchtanz, Schutzgelderpressung in der Bäckerei und singende Seniorinnen waren nur einige Stationen dieser rasanten Reise. Zum Schluss gab es natürlich ein Happy End. Die Weststadtrevue war ein multimediales Spektakel, das diesen Stadtteil zum allerersten Mal in einem ganz anderen Licht präsentierte.

Insgesamt fünfzig Teilnehmer und Teilnehmerinnen im Alter zwischen acht und achtzig Jahren haben ein dreiviertel Jahr geprobt und abschließend zusammen auf der Bühne gestanden - Menschen, die in ihrem Alltag nicht viel gemeinsam haben. Und trotzdem hat es funktioniert: Jugendliche B-Boys können Volkslieder singende Seniorinnen respektieren und umgekehrt. Ein Konzept, das auch das Publikum begeistert hat: Insgesamt 1.300 Zuschauer/innen haben die acht Aufführungen im November 2001 und im Mai 2002 besucht.

Gesamtregie: Lars Wätzold

Projektleitung: Gabi Radinger

 

Kooperationen:

Bäckerei Gerhardy, Neue Arbeit – Brockensammlung, Geschwister-Scholl-Gesamtschule, Göttinger Werkstätten für Behinderte, Internationaler Bund – Jugendgemeinschaftswerk, Heinrich-Heine-Schule, Städtisches Kinderheim, Kindertagesstätten Pfalz-Grona-Breite und Elisabeth-Heimpel-Haus, NaturFreunde Göttingen, Christuskirchengemeinde

 

Das Projekt in Zahlen:

Teilnehmer/innen: 50

Projektpersonal: 9 Gruppenleitungen, 1 Filmer, 1 Regisseur, 1 Projektleitung

Laufzeit: Okt. 2000-Dez. 2001

Aufführungen: 8

Gästezahl: 1.300

Kosten:141.140,- DM = 70.570,- €

 

Förderer:

Arbeitsamt Göttingen (Finanzierung der Projektleitungs-ABM): 81.000,- DM = 40.500,- €

Landesarbeitsgemeinschaft Soziokultur in Niedersachsen: 49.140,- DM = 24.570,- €

Sparkasse Göttingen: 5.000,- DM = 2.500,- €

Stadt Göttingen: 1.000,- DM = 500,- €

Spenden oder Sponsoring (unter 250,- €) von: DGB, Mut tut gut

 

Presse:

     

 

Drei Teilnehmer/innen aus drei verschiedenen Gruppen bei der Dernierenparty

Foto: privat